Wie wäre es, wenn Mönchengladbach und Kopenhagen etwas gemeinsam hätten: Ein Verständis für moderne Verkehrsplanung, die Radfahrer mit einbezieht.
Die Dänen radeln allen in Europa diesbezüglich davon.
Ab 8:00 Uhr morgens ist alles unterwegs: Minister und
Direktoren mit dicker Aktentasche. Geschäftsfrauen mit Stöckelschuhen und dem Iphone
am Ohr. Junge Familienväter, die vergnügte Kinder vorne auf der Ladefläche
ihres Lastenfahrrads transportieren. Die Räder haben meist eine Ladefläche in
Gestalt eines robusten Holzkastens, in dem leicht zwei bis drei Kinder sitzen
können. Vor dem Fahrer wohlgemerkt, die Dänen wollen ihren Nachwuchs stets im
Blick haben.
Warum? Weil die Stadt Kopenhangen über Jahre hinweg nicht gefährliche Pseudoradwege gebaut
hat (deren Benutzungspflicht in MG an vielen Stellen gesetzeswidrig ist) sondern sich mit Herz der
Sache angenommen hat.
Mönchengladbach bietet – der Abteiberg mal ausgenommen –
beste Voraussetzungen: Keine engen Täler, weitgehend flache Topographie
(zumindest aus Sicht eines Sauerländers) und eine gewisse Offenheit für das
Fahrrad in der Bevölkerung.
In Bezug auf den Abteiberg: Ich würde - quasi als Vorzeigeprojekt - einen Fahrradlift vorschlagen, auch wenn ich den persönlich nie nutzen werde ;-)
Was geht, machen uns Kopenhagen oder auch die Niederländer
vor. Radwege getrennt von der Straßenführung und ohne Kanten bei
Straßenquerungen. Die Breite ist angemessen. Weiter werden die Radwege
in unseren Nachbarländern regelmäßig gereinigt und nicht – wie in unserer Stadt häufig äußerst gefährlich –
völlig sich selbst überlassen.
Dazu gibt es ganz unten drei Bilder aus MG Anfang April letzten Jahres fotografiert. Der letzte Schnee war mind. 2,5 Monate her. So sah es weder in Viersen, Kreis Heinsberg oder Kaarst aus. Gefährlich!!!
Es gibt in unseren Nachbarländern Dänemark und den Niederlanden sogar Radautobahnen mit weigehend ampelfreien (nicht die politische Ampel ;-)) Strecken.
Natürlich kommt jetzt wieder der richtige Einwand, dass die
Stadt kein Geld hat.
Die Gegenfarage ist jedoch, ob überhaupt „mehr“ Geld
ausgegeben werden muss? Es ist eigentlich so schon außerordentlich, was MG
insgesamt für Busse, Fahrräder oder Fußgänger ausgibt.
Vielleicht kann man das – mit ein bisschen Erfahrung aus Kopenhagen
- etwas sinnvoller verwalten?
Und was die manchmal ganz uneinige „Ampel“ momentan so bewerkstelligt,
lesen und hören wir immer öfter in den letzten Tagen. Der Tenor: „In den vergangenen
Jahren ist noch nie so viel in MG angepackt worden, wie in den letzten 2 Jahren.“
Vielleicht bringt uns der Masterplan auch in der grundsätzlichen Beurteilung
des Verkehrteilnehmers Radfahrer weiter.
Ein paar besondere Projekte können in gewissem Maße
vielleicht auch Eigeninitiative auslösen.
Denn dadurch – so mein Eindruck – zeichnen sich die Gladbacher besonders aus …
Denn dadurch – so mein Eindruck – zeichnen sich die Gladbacher besonders aus …
Folgend ein paar Impressionen von einer Austellung über
Kopenhagen, die ich in Berlin besuchen konnte …
| Gesehen in Berlin |
| Gesehen in Berlin |
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| Radweg im April 2011 in Mönchengladbach (Nordpark) |
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| Radweg in Mönchengladbach im April 2011 (Handelshof Richtung Nordpark) |
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| Radweg in Mönchengladbach im April 2011 (Rheindalen Richtung Stadtmitte) |











